Mit der Nase teilen wir unsere Umwelt in angenehme und unangenehme Gerüche. Auch das Schmecken ist in Wahrheit zum größten Teil "ein Riechen", wie jeder Schnupfengeplagte aus eigener Erfahrung weiß.
Etliche Wirbeltiere sind uns beim Riechen haushoch überlegen, wie z. B. Hunde mit ihrer Spürnase. Bei uns Menschen wurde dagegen der Geruchssinn im Laufe der Evolution ein bisschen vernachlässigt. Für uns sind z. B. Sehen und Hören viel wichtiger. Daher kennen wir zur Beschreibung von Geruchseindrücken selten eigene Worte, sondern benennen stattdessen die eigentliche Geruchsquelle (z. B. „das riecht nach Zitronen“ oder „wie nasses Heu“).
Am Dach der Nasenhöhle befinden sich sogenannte Riechzellen mit feinen Sinneshärchen. Diese leiten über bestimmte Nervenbahnen Signale ans Gehirn, wo diese zu Gerüchen verarbeitet werden.
Die moderne Hirnforschung hat herausgefunden, dass der Geruchssinn vorrangig in jenen Regionen des Gehirns lokalisiert ist, wo zum Teil auch Gefühle, Hunger oder Durst entstehen. So macht beispielsweise die Formulierung „Ich kann dich nicht riechen!“ deutlich, wie stark Riechen und Emotionen miteinander verknüpft sind.
Sehen Sie selbst, wie die einzelnen Bereiche der Nase miteinander zusammenhängen und welche Bereiche es in unserer Nase gibt.
Fahren Sie dazu mit der Maus über das Gesicht der Frontansicht. Sie erhalten dann zu den Bereichen eine kurze Erklärung im Infofenster.
Lernen Sie noch mehr über den Aufbau der Nase und gehen Sie durch Drücken des Nasentour-Startknopfes auf eine virtuelle Entdeckungsreise in der menschlichen Nase.
Navigieren Sie dazu mit der Maus oder den 4 Pfeiltasten den Otriven Wirbelwind durch die Nase und erfahren Sie auf Ihrer Reise noch mehr über dieses Organ.
Bevor beim Einatmen Luft in die Lunge gelangt, wird sie von den Schleimhäuten in der Nase gereinigt, befeuchtet und angewärmt. Die Atemwege sind von der Nase bis zu den Bronchien mit diesen speziellen Schleimhäuten ausgekleidet.
Auf den Schleimhäuten befinden sich die „Flimmerhärchen", auch Zilien genannt: ganz kleine und feine Härchen. Die Hauptaufgabe der Zilien besteht darin, einen sich ständig erneuernden Schleimteppich, in dem sich eindringende Fremdkörper wie Staub und Bakterien sammeln, zu transportieren.
Diese feinen Härchen schlagen etwa 10 bis 20-mal in der Sekunde wie kleine Peitschen rhythmisch hin und her. Die Schleimschicht wird so in Richtung Rachen transportiert und landet nach dem Schlucken im Magen. Spätestens dort unten macht die Magensäure dann Schluss mit den fremden Keimen.

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