Entstehung und Behandlung

Wie entsteht ein Schnupfen?

Wenn das Nasenklima nicht stimmt, fühlt sich der Mensch unwohl. Es juckt, es trieft und obwohl man sich schnäuzt bleibt die Nase meist zu. Oftmals kommen noch Halsweh und Husten dazu.

Durchschnittlich zweimal pro Jahr hat ein Erwachsener einen Schnupfen. An die 200 verschiedenen Viren sind bislang als Schnupfen-Übeltäter identifiziert. Etwa 100 von ihnen zählen zur Gruppe der „Rhinoviren“.
Meistens wird unser Immunsystem damit gut fertig. Aber wenn es geschwächt ist kann es oft auf eine massive Invasion von Viren nicht mehr schnell genug reagieren. Die Viren vermehren sich dann blitzschnell und spätestens nach 3 Tagen ist die Nase dicht.

Rhinoviren können aber nicht nur einen Schnupfen verursachen - je nachdem, welche Region unseres Atemwegssystems von ihnen betroffen ist, führen sie zu unterschiedlichen Symptomen einer Erkrankung:

Gelangen die Viren in die Nase, kommt es zu Schnupfen.
Gelangen die Viren in den Hals, kann die Infektion dort zu Halsschmerzen führen.
Gelangen die Viren in die oberen und unteren Atemwege, heißt das: Symptome wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber können zugleich auftreten. Wir leiden hier unter einem grippalen Infekt.

Die Funktion unserer Nasenschleimhaut

Normalerweise schützen die Nasenschleimhäute unseren Körper gegenüber Fremdkörpern und damit gegenüber Infektionen. Vor allem aber in der Erkältungszeit befinden sich in der Atemluft und in den feinen Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen einer erkälteten Person übertragen werden, eine Vielzahl von Schnupfenviren!

Bei einem Schnupfen dringen diese Viren in die Schleimhaut ein und vermehren sich dort. Um sich gegen diesen „Angriff“ zu wehren, veranlasst unser Körper, dass die Nasenschleimhäute verstärkt durchblutet werden. In der Nase wird vermehrt Sekret gebildet (um Abwehrzellen und Stoffe abzutransportieren) - Folge: die Nase läuft!
Durch diese Abwehrreaktion (verstärkte Durchblutung) schwellen die Schleimhäute in der Nase an und führen so zu einer sog. "verstopften Nase". Besonders hart trifft das die Flimmerhärchen, denn sie können nicht mehr ungehindert mit ihren Schlagbewegungen den Schleim mit den Erregern und Abwehrstoffen abtransportieren.

Die Filterwirkung der Nase ist eingeschränkt:
Der Schleim wird im Laufe der Erkrankung immer dicker und zäher. Teilchen, die sonst über die Flimmerhärchen in den Magen abtransportiert wurden, sammeln sich im Nasensekret. Dieser kann sich so zu einem wunderbaren Nährboden für Krankheitserreger entwickeln! Damit sich die Krankheitserreger nicht weiter ausbreiten können, sollten Sie deshalb Ihren Schnupfen z.B. mit abschwellenden Schnupfenmitteln behandeln.

Die häufigsten Ursachen für einen Schnupfen:

Die den Schnupfen verursachenden Rhinoviren können auf zwei Wegen übertragen werden:

1. Über Tröpfcheninfektion oder
2. Über Berührungen

Beim Niesen oder Husten gelangen winzige Tröpfchen in die Luft und gerade bei Menschenansammlungen wie in Bussen oder Bahnen, Schulen oder einfach beim Einkaufen können sich die Viren über diese Tröpfchen ausbreiten. Auch im Sommer können sich die Rhinoviren über Klimaanlagen verbreiten und zu Erkältungen führen.

Da die meisten Viren etwa bis zu drei Stunden außerhalb des Körpers überleben können, kann ein Schnupfen auch durch Berührungen übertragen werden: Ob dies nun beim Händeschütteln oder über die Türklinke, die zuvor ein erkälteter Arbeitskollege berührt hat, geschieht: Vor allem über die Hände kann man sich ganz leicht mit Viren anstecken.

Auf den Schleimhäuten unserer Atemwege befinden sich sogenannte Antikörper. Sie gehören zu unserem Immunsystem und können normalerweise Viren und Bakterien abwehren. Warum bekommen wir aber dann immer wieder Schnupfen?

Es gibt so viele unterschiedliche Typen der Rhinoviren, dass unser Immunsystem sich erst immer wieder neu anpassen muss und die Viren deshalb von den Antikörpern nicht an ihrem Weg durch unsere Atemwege gehindert werden.

Entstehung und Behandlung

  • Auch durch Berührungen kann sich ein Schnupfen übertragen.
  • So kann man sich schon beim Händeschütteln mit Viren anstecken.
  • Menschen, die viel Stress haben, sind aus dem Grund anfälliger für Krankheiten, da Stress die körpereigene Abwehr schwächen kann.
  • Viren können etwa drei Stunden außerhalb des Körpers überleben!