Doch nicht nur der Erkältungsschnupfen kann uns das Leben schwer machen, es gibt auch noch andere verschiedene Schnupfenformen:
Etwa 15 Prozent aller Deutschen leiden an Atemwegsallergien, Tendenz steigend. Auch immer mehr Kinder sind darunter. Damit zählen Atemwegsallergien schon heute zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter.
Für Heuschnupfen-Geplagte ist die schönste Jahreszeit oft die schlimmste. Wenn im Frühjahr Haselnuss, Birke oder Erle ihre Pollen mit dem Wind verwehen, haben Allergiker nichts zu lachen. Im Sommer droht Gefahr von Gräsern und ganzjährig krabbelt die Hausstaubmilbe durch unsere Wohnungen, auf deren Kot viele Menschen ebenfalls allergisch reagieren.
Ursache für die allergischen Reaktionen ist ein falscher Alarm des Immunsystems, das diese unschädlichen Stoffe irrtümlich für Angreifer hält. Die Nasenschleimhaut startet ein großes Abwehrprogramm gegen diese Stoffe, gibt verstärkt Sekret ab, um diese Stoffe „herauszuschwemmen" und schwillt an.
Niesreiz, Jucken, Triefnase – die Symptome sind ähnlich wie beim Schnupfen, aber leider meist von Dauer.
Nasen mögen keine trockene oder verschmutzte Luft. Voll klimatisierte Büros, hohe Ozonwerte im Sommer, überheizte Räume im Winter, Verkehrsabgase oder eine staubige Umgebung bedeuten puren Stress für die Schleimhäute. Die Nasenschleimhäute trocknen aus und zusammen mit den Flimmerhärchen können sie die Atemluft nicht mehr ausreichend reinigen.
Die Folge: Krankheitskeime können ungehindert in die Lunge vordringen.
Lästige Krusten und Borken sind die ersten Warnzeichen, gelegentlich kommt es auch zu Nasenbluten. Später spürt man ein unangenehmes Trockenheitsgefühl, die Nase juckt und brennt. „Trockener Schnupfen“ (Rhinitis sicca) nennen Ärzte diese Krankheit, an der immer mehr Menschen leiden. Besonders häufig betroffen sind Büroangestellte, Raucher und alle, die in staubiger Luft arbeiten – z. B. Schreiner, Bauarbeiter oder Bäcker. Aber auch Sportler bekommen schnell Probleme mit trockenen Nasenschleimhäuten, wenn sie z. B. in Ballungszentren regelmäßig ihre Runden drehen.
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